1 2 3 4

Start Kontakt Übersicht


Veranstaltungen - 2008

26. Dezember, "Der Wald war leer und die Luft extrem frostig" - Weihnachtsritt auf dem Haselhof

Acht unerschrockene Islandpferdereiter vom Haselhof nutzten den besinnlichen zweiten Weihnachtsfeiertag für einen ausgedehnten Ausritt ins westlausitzer Hügelland. Drei Stunden durch den vereisten Wald, da hatten alle Reiter richtig rosige Wangen. Bei einer kurzen Pause mit Glühwein und Lebkuchen tauten auch die kalten Reiterbeine wieder ein wenig auf, kein Wunder bei minus 6 Grad. 
Für unsere Isis war das jedoch genau das richtige Wetter, und sie kamen bei den frostigen Temperaturen so richtig in „Fahrt“, so dass auch die Reiter voll auf ihre Kosten kamen. In der warmen Reiterstube auf dem Haselhof gab es für 
die Reiter zum Abschluß noch mal ein heißes Getränk und für die Isis ein Leckerli extra.



Sylke


7. Dezember, Wie der Nikolaus ans tölten kam...

Hohoho ihr lieben Leut, ich möchte Euch gerne von einer wirklich schönen Begebenheit bei meiner diesjährigen Geschenkerunde berichten: Mein erstes Tölterlebnis.
Meine Engelein flüsterten mir dieses Jahr ins Ohr, dass im Haselbachtal bei Dresden ein Haufen wirklich lieber und netter Reiter zu einer Feier zusammen kommen würden und eine kleine Aufmerksamkeit vom Nikolaus verdient hätten. Also habe ich mich ins ferne Haselbachtal aufgemacht, um mir die örtlichen Islandpferdereiter ein bisschen genauer zu begucken. Nach langer Wanderung kam ich an und die Engelein hatten nicht gelogen. Lachen klang aus dem Stall und viele freundliche Menschen saßen dort beisammen. Sie begrüßten mich mit Liedern und Gedichten und ich fühlte mich gleich heimisch. So machte es mir große Freude aus meinem Sack Islandpferde Teelichter aus dem Hause „Isimade“ zu zaubern. Ich denke, das war eine gute Wahl….denn zum Dank wurde mit eines dieser herzigen, kleinen Pferdchen gesattelt, damit ich auch mal in den Genuss eines Rittes käme. Da ließ ich mich nicht lange bitten. Was soll ich sagen – es war ein herrliches Erlebnis und ich beschloss, mir umgehend solch ein Pferdchen als neuen Gefährten zu suchen, denn so muss ich meinen vollen Sack nicht mehr selbst tragen und im Tölt nehmen ja selbst zerbrechliche Geschenke keinen Schaden. Danke an alle Menschen vom Islandpferdegestüt Haselhof für dieses tolle Erlebnis. Nächstes Jahr komme ich bestimmt gerne wieder!

Der Nikolaus

19. November, Grünkohlritt in Zweinig

Zum nun schon zur Tradition gewordenen Grünkohlritt trafen sich am Buß -und Bettag neun Reiter in Zweinig. Der Einladung waren sowohl Reiter vom Hof als auch Freunde von ausserhalb gefolgt. Punkt 13 Uhr war Abritt und zunächst ging es Richtung Ruine Kempe in Mahlitzsch. Auf Weg dorthin trotzten die Pferde und Reiter dem stürmisch-regnerischen Wetter. Vorbei an den Koppeln und über größtenteils bekannte Reitwege entlang der Mulde sehnten sich alle schon bald nach einer Pause. 
Auf halbem Weg wurden die Reiter von Karin und Conny zu der verdienten Rast eingeladen. Mit lecker Kuchen und heißen Getränken wärmten sich alle wieder auf. 
Nur den Pferden schien das feucht-kalte Wetter zu gefallen und konnten so den Abritt kaum erwarten. Nachdem das ein oder andere Erinnerungsfoto geschossen war und jeder wieder auf seinem Pferd saß, ging es auf die Schlußetappe. Angeführt von Dirk ging es im Schritt über Oberranschütz und Kobelsdorf in Richtung Magaretenmühle und nach einer weiteren Stunde kam die Gruppe wieder in Zweinig an. Nun ging man zum gemütlichen Teil des Tages über - dem Grünkohlessen mit Kartoffeln und geräucherten Bratwürsten. Sogleich waren kalte Füße und nasse Hosen vergessen, die Teller füllten sich und bei Bier und Glühwein ließ man es sich schmecken. Selbst der andauernde Novemberregen konnte die Stimmung nicht trüben und so überraschte uns Jana am Abend  noch mit einem filmischen Jahresrückblick aus Chemnitz, der den Abend unterhaltsam ausklingen ließ.

A. Kühl


19. - 29.Oktober, Kurs für die Reitabzeichen Bronze/Silber in Zweinig

Auch in diesem Jahr fand wieder der Kurs zum IPZV-Reitabzeichen in Bronze und Silber in Zweinig statt. Die Teilnehmer kamen sowohl aus Sachsen als auch von außerhalb. Und so waren der Reitabzeichen-Bronze-Kurs mit 9 Teilnehmern und der Reitabzeichen-Silber-Kurs mit 6 Teilnehmern sehr zahlreich besucht.
Unter Anleitung von Bärbel und Anina ging es zweimal pro Tag auf die Ovalbahn oder das Dressurviereck. Dort erkannte jeder schnell seine Stärken und Schwächen und konnte gezielt an Verbesserungen arbeiten. Ob auf der Suche nach taktklarem Tölt oder der Balance im leichten Sitz, die Kursleiter hatten immer den passenden Tip parat.
Und spätestens beim Pferdetausch wurde so mancher von den Eigenheiten und dem Charakter der anderen Isis überrascht und konnte nun das gelernte praktisch anwenden.
Doch zwischen den praktischen Übungseinheiten gab es keine Erholung für die Teilnehmer. Kaum waren die Pferde versorgt, qualmten die Köpfe im theoretischen Teil bis in den Abend. Doch durch die reichhaltige Verpflegung durch Fam. Heft und Wadewitz waren alle stets voller Elan und Tatendrang. Für alle war dieser Intensivkurs, der für einige sogar über 2 Wochen ging, ein großer Schritt nach vorn. Vielen Dank an Bärbel und Anina, bis zum nächsten Mal!

A. Kühl


Oktober, Offener Brief an die IPZV Bundesgeschäftsstelle und die Landesverbände

zum Rundschreiben der Bundesgeschäftsstelle des IPZV bezüglich der Tierhalterhaftpflichtversicherung vom 17.10.2008 als PDF-Dokument (Hier klicken).

W. Lake-Schwarznecker


5. Oktober, 1. Hestadagar auf dem Haselhof

Nach tagelangem Bangen, wie das Wetter am Hestadagar auf dem Islandpferdegestüt Haselhof sein wird, wurden wir am Sonntag alle von strahlend blauem Himmel und herrlichstem Sonnenschein geweckt und starteten in einen Tag voller Spaß und Spannung. Gut 40 Starter aus Sachsen und Thüringen im Alter von 6 bis ca. 50 Jahren bewiesen sich u.a. bei Wettbewerben wie Fahnenrennen, Blinder Führer und dem Haselhof-Staffellauf, welche dem Publikum und den Teilnehmern viel Spannung, Spaß und manche Freudenträne boten. Die Wertung des „Freizeitfürsten“ setzte sich aus oben genannten Wettbewerben zusammen. Pia Böhnke wurde voller Ehrgeiz und mit einer gehörigen Portion Spaß unsere 1. Freizeitfürstin, herzlichen Glückwunsch.
Unser Geburtstagskind, Elsa Spittel aus Thüringen, machte sich selbst noch 2 ganz besondere Geschenke, sie konnte den leichten Gehorsam und Best of Dreigang für sich entscheiden. Aber auch in anderen Disziplinen, wie beispielsweise der Führzügelklasse setzte sich der Gedanke, einen unvergesslichen „Pferdetag“ zu erleben, durch. 
In den Augen der Teilnehmer und Zuschauer konnte man erkennen, es war ein gelungener 1. Hestadagar der Islandpferdefreunde Haselbachtal e.V. und für uns alle steht fest, am 04.10.2009 findet der 2. Hestadagar auf dem Haselhof statt. Unser Dank gilt den Richtern Anina Winkes und Ines Lantzsch, unserer Sprecherin Friederike Walz, allen Sponsoren und den vielen lieben Helfern.

Angie Storrer


6./7. September, Jugendländer-Cup auf dem Schleuener Hof in Hohenbruch

Zum 2. Ostdeutschen Jugendländer-Cup hatte dieses Jahr der Schleuener Hof in Hohenbruch eingeladen. Von den zunächst 4 Mannschaften traten letztendlich leider nur drei an, "Odins Elfen" und die "Gummibärenbande" aus
Zweinig und eine Mannschaft aus Brandenburg. Nachdem Erfolg der "Zweiniger Chaosschlümpfe" im letzten Jahr waren alle gespannt, ob die Zweiniger diesen Erfolg wiederholen könnten. In den letzten Wochen war hart geübt worden und die Choreographien für die Schaubilder waren mehr und mehr verfeinert worden. Mit dem Schleuener Hof erwartete die Zweiniger ein räumlich großzügiges Areal mit sehr guten Bedingungen. Nach Ankunft am Freitag waren die Paddocks schnell aufgebaut. So konnte sich schon einmal Pferd und Reiter an Ovalbahn und Dressurviereck gewöhnen.
Am Samstag stand mit der Geschicklichkeit die erste der 7 Prüfungen auf dem Plan, die Michelle auf Dagur in der Einzelwertung gewann. Aufgrund des wechselhaft-regnerischen Wetters stellten sich einfach geglaubte Hindernisse als schwierigere Aufgaben heraus.
Nach der Töltprüfung und dem Viergang ging es zum Reiten im leichten Sitz ins Dressurviereck. Doch sowohl die Zuschauer als auch alle anderen Beteiligten waren gespannt auf die Schaubilder der einzelnen Mannschaften. Die "Gummibärenbande" aus Zweinig bewies, dass sich auch Gummibären ganz lieb haben können und beeindruckten darüber hinaus mit sehr farbenfrohen Kostümen. Danach folgten "Odins Elfen"  ebenfalls aus Zweinig mit einer isländischen Sage. Die Mannschaft aus Brandenburg zeigte ihre Version einer Hochzeit - die "Isi wedding". Und alle Zuschauer waren Zeuge, als es sich die Braut am Ende doch nochmal anders überlegte. Zu diesem Zeitpunkt war nicht zu erahnen, wer am Ende die Nase vorn haben würde.
Am Sonntag früh ging es zu den letzten zwei Prüfungen, der Reiterprüfung und dem Mannschaftsspiel. Da es die ganze Nacht stark geregnet hatte, waren die Bedingungen im Dressurviereck sehr erschwert. Doch die in 4-er Gruppen reitenden Mannschaften meisterten auch diese Aufgabe im aufgeweichten Boden. Zum abschließenden Mannschaftsspiel wußte keines der Teams was sie erwartet. Zunächst musste ein ferngesteuerter Blindritt absolviert werden. Danach sprangen zwei der Mannschaft in eine Schubkarre und wurden vom dritten geschoben während der vierte das Pferd führte. Nach einer langen Bahn in der Schubkarre schlüpften drei Reiter in zwei Getreidesäcke und hüpften mehr oder weniger synchron um eine Kurve. Auf der nächsten Geraden wurden drei des Teams vom vierten aus dem Sattel "gefüttert". Doch damit nicht genug. Zum Abschluß mussten noch knifflige Fragen über das Islandpferd und Island selbst beantwortet werden.
Mit knappem Punktvorsprung gewann am Ende die Mannschaft aus Brandenburg den Wanderpokal des Jugendländer-Cup Ostdeutschland. Obwohl das wechselhafte Wetter mit Nieselregen so manchem zu schaffen machte, hatten alle Beteiligten viel Spaß und die Gelegenheit neue Erfahrungen zu sammeln. Im nächsten Jahr findet der JLO in Zweinig statt.

A. Kühl


31. August, 850-Jahr-Feier Sprotta

Es ist über 850 Jahre her als sich slawische Stämme an der Schwarzbach im heutigen Sprotta ansiedelten. Aus diesem Anlass hatte der Schwarzbachhof eingeladen, um beim Festprogramm mitzuwirken und natürlich kräftig zu feiern. 
Dieser Einladung folgten Reiter vom Clemenshof Gotha, vom Islandpferdehof Zweinig und aus Chemnitz.
Nach einem kräftigen Frühstück bei strahlendem Sonnenschein wurden am Sonntag vormittag die Kostüme anprobiert
und die Pferde gesattelt. Danach ging es zum Festumzug. Dort konnten sich die Zuschauer einen ersten Eindruck von den slawischen Vorfahren zu Pferd verschaffen. Die Reiter beeindruckten sowohl mit prächtigen Kleidern als auch durch schwere Bewaffnung. Doch auch die schrecklichen Normannen, auch als Wikinger bekannt, mischten sich unter die Reiter.

Doch der Höhepunkt stand noch bevor. Für den Nachmittag war die Wikingerhochzeit
angekündigt, eine Geschichte mit historischem Hintergrund.
Nach einer überlieferten Legende drangen bis ins späte 11.
Jahrhundert die von den britischen Inseln, über das Mittelmeer und Skandinavien kommenden Normannen in das Inland ein uns suchten  später auch Sprotta
heim. Sie überfielen die Siedlung und raubten sie aus. 

Doch der Anführer der Normannen verliebte sich in eine wunderschöne Slawin. Es  kam wie es kommen musste. Nachdem ein würdiges Geschenk für die Braut gefunden war, wurde Hochzeit gefeiert. Fortan gab es keine Raubzüge mehr und Slawen und Normannen lebten in stetiger Eintracht. Für alle Beteiligten war dieser Auftritt eine gute Abwechslung zum normalen Turnieralltag und bot ausserdem genügend Zeit, sich bei dem sonnigen Wetter zu erholen.


A. Kühl


23. - 24. August, Bundesjugendtraining des Landesverbandes Sachsen-Thüringen 2008 mit André Böhme

Wenn Pferd und Reiter in Wallungen kommen

Am 23./24.08.2008 fand in Möhrsdorf/Haselbachtal das diesjährige Bundesjugendtraining des IPZV Landesverbandes Sachsen-Thüringen statt. Und so begab es sich, dass am Freitagnachmittag zahlreiche Reiter mit ihren Islandpferden im Anhänger den Weg in Richtung Dresden antraten.
 Dort angekommen brachten wir unsere Isi´s zu denen für uns angelegten Paddocks. Anschließend widmeten wir uns dem Herrichten unserer eigenen Schlafstätten, dem Zeltaufbau bei Sprühregen oder dem Reinigen der Anhänger, wer es gern ein wenig kuscheliger wollte. Es schien ein viel versprechendes Wochenende zu werden. Mit Grummeln im Magen versorgten wir dann zuerst unsere Pferde und später uns selbst mit ausreichend „Kraftfutter“. Nach einem ersten Kennenlernen der 17-köpfigen Truppe ließen wir den Abend mit ein paar kleinen Spielchen ausklingen und begaben uns voller Erwartungen auf das Wochenende in unsere Zelte. Begleitet vom Trommeln des Regens auf unser Zelt- oder Anhängerdach schliefen wir ein.
Nach einer kurzen Nacht jedoch mussten wir aus unseren warmen Schlafsäcken hinaus in Sturm und Regen um den Paddock abzumisten und Pferde zu füttern.
Bewaffnet mit Regenjacke, Schubkarre und Mistgabel begaben wir uns in den Kampf gegen Nässe und Pferdeäpfel. Die Sonne in den trüben Morgen brachte Trainer André Böhme, der uns mit einem fröhlichen „Guten Morgen“ und windzerzauster Lockenmähne begrüßte. Nach einem kräftigenden Frühstück begann dann die erste Trainingsstunde.
In vier Gruppen unterteilt, die im Dreiviertelstundentakt den Platz betraten, tobten wir uns (viele mit ihrem eigenen Isi, andere mit Schulpferden des Haselhofes) - nach Aufwärmübungen wie Seitengängen, Gehorsamsübungen und Biegungen - auf Reitplatz und Ovalbahn aus. 
Mit viel Feingefühl brachte André uns das Denken unserer Pferde auf menschlicher Ebene näher. Von Anfang an stand für uns fest, dass er ein sehr guter und geduldiger Lehrer ist. Nach der Mittagspause ging es für die eine Hälfte der Reiter zur zweiten Trainingseinheit, bei der sich nun endlich auch die Sonne blicken ließ. Von der morgendlichen Anspannung gelöst, zeigten unsere Pferde bei nun fast sommerlichen Temperaturen, was in ihnen steckt und wurden von denen neben dem Reitplatz sitzenden Fans angefeuert und bejubelt. André lief zu Hochform auf und brachte uns und unsere Isi´s mit Tölt und Galopp „in Wallungen“. Um die Gemüter wieder zu beruhigen legten wir nach der zweiten Reitstunde eine Teepause ein, bei der wir uns den von den Vereinsmitgliedern des IPF Haselbachtal e.V. gesponserten Kuchen schmecken ließen. 
Danach schritten Gruppe drei und vier zur zweiten Trainingseinheit, um den Erfolgskurs fortzusetzen. Voller Motivation und Hoffnung auf besseres Wetter am SONN-tag begaben wir uns nach der vierten und letzten Reitstunde für diesen Tag zum Abendessen mit Gegrilltem und verschiedenen Salaten. Ausklingen ließen wir den Abend mit dem Spiel Palermo, bei dem eifrig gemeuchelt wurde. Bei klarem Sternenhimmel legten wir uns schlafen und hofften auf eine trockene Nacht.
Am nächsten Morgen jedoch waren nicht nur die Pferde, sondern auch die Reiter nass. Der Tag brachte isländisches Wetter ins Lausitzer Hügelland. Eiskalter Wind und waagerechter Regen machten das Reiten zu einer Tortur für alle Beteiligten. Mit Gesichtern wie zwei Tage Regenwetter starten wir trotz Dauernässe zur dritten Unterrichtsstunde.
Nur André der 3 Stunden lang in Turnschuhen und ohne Wetterschutz auf einem durchweichten Reitplatz stehen musste und ab und zu von Dorit mit Tee versorgt wurde, verbreitete erstaunlicherweise noch gute Laune. Das aber half nicht darüber hinweg, dass nahezu alle Reiter bis auf die Haut nass waren. Die heiße Dusche nach der Reitstunde war Pflicht.
Die Jugendlichen, die ihre Reitstunde schon hinter sich hatten, standen den anderen Reitern und ihren Pferden mit Decken, aufmunternden Worten und Ersatzjacken bzw. –hosen zu Seite. Da kaum ein überdachter Fleck zum Putzen oder Unterstellen zu finden war, es an jeder Ecke windig und ungemütlich war und einige Pferde erbärmlich zitterten, wollte sich eine gute Laune bei kaum einem Teilnehmer wieder einstellen. Einige Teilnehmer reisten ob der Bedingungen seitens Wetter und Unterstellmöglichkeiten vorzeitig ab, um die menschliche und pferdige Gesundheit nicht weiter zu gefährden.
Nach drei Stunden im Dauerregen und Matsch konnten wir uns dann in das jetzt endlich warme Reiterstübchen zurückziehen, wo Tee und das Mittagessen auf uns wartete. Aufgewärmt, aber mit nasser Kleidung im Gepäck beschloss dann der Großteil, die Zelte in Möhrsdorf abzubrechen und die Heimreise anzutreten. So kam es, dass bereits um halb fünf nachmittags der letzte Anhänger vom Haselhof rollte.
Nichtsdestotrotz können wir auf ein, nun ja, feuchtes, aber auch erlebnisreiches Bundesjugendtraining 2008 des IPZV Landesverbandes Sachsen – Thüringen zurückblicken, das uns sowohl reiterlich, als auch regentechnisch neue Erkenntnisse brachte: Nie wieder werden wir ohne Regendecken auf Reisen gehen.
Ganz besonders bedanken möchten wir uns bei André Böhme, der uns mit sehr viel Ausdauer und Energie trainierte und uns lehrte, dass unsere Pferde im Grunde auch nur Menschen sind, aus denen wir mit viel Liebe und Geduld das beste herausholen können. Weiterhin gilt ein großer Dank Katharina Lenk, die das Bundesjugendtraining 2008 organisierte und besonders am Sonntag telefonisch Beistand leistete, und Ines Lantzsch, die während des ganzen Wochenendes ein offenes Ohr für unsere Probleme, Fragen und Wünsche hatte.

Jugendliche des IPZV Landesverbandes Sachsen/ Thüringen e.V.


23. - 24. August, Bundesjugendtraining auf dem Haselhof Möhrsdorf

Wer es liebt, sowohl bei herrlichem Sonnenschein als auch bei heftigen Dauerregen zu reiten, der kam an dem Wochenende vom 22. zum 24. August 2008, an dem das Bundesjugendtraining des IPZV Sachsen-Thüringen statt fand, voll auf seine Kosten. 17 Kinder und Jugendliche trafen sich, um unter sehr hilfreicher und immer freundlicher Leitung von André Böhme die reiterlichen Fähigkeiten zu komplettieren. Es ist fast unglaublich wie er – selbst im strömenden Regen stehend – die Reiter aufmunternde und unentwegt hilfreiche Hinweise gab. Ganz herzlichen Dank, André, an dieser Stelle!
Und da wir gerade beim Danken sind: Katharina Lenk hatte dieses Bundesjugendtraining organisiert. Jedes Pferd hatte seinen Paddock, jeder Reiter seine Schlafstatt und das Training konnte pünktlich beginnen. Ganz herzlichen Dank dafür, aber auch an alle Mitglieder der Islandpferdefreunde Haselbachtal e.V. die zu der Organisation noch beigetragen haben, beispielsweise indem sie die herrlichen Kuchen gebacken haben, von denen nicht einmal mehr Krümel übrig geblieben sind. Dank aber auch vor allem an die, die GEKOMMEN sind und die teilweise sehr weite Wege auf sich genommen haben.
Die größere Teilnehmerzahl kam übrigens aus Thüringen, was beim Grillen gut daran zu unterscheiden war, wer ein „Steak“ oder ein „Brätl“ bestellt hatte. Das war aber wahrscheinlich der „deutlichste“ Unterschied, denn alle hielt die Freude am Reiten zusammen.
Last but not least, wechseln Staunen und Dank darüber ab, was Ellen Beate und Angie Storrer, die Gastgeberinnen dieses Trainings, geleistet haben: Von der Wahl des „Zeltplatzes“, über die Bereitstellung von Nicht-Zelt-Quartieren, vom Schokoladenbrotaufstrich (um jede Schleichwerbung zu vermeiden) am Morgen bis zu den Steaks auf dem Grill am Abend, an alles war gedacht. Keine Frage blieb unbeantwortet, kein Wunsch unerfüllt und kein Hunger ungestillt. Danke. Und jetzt zum Staunen: Genau an diesem Wochenende musste Ellen Beate ihren Umzug bewerkstelligen. Wer so etwas schon mal mitgemacht hat, weiß dass das Stress pur ist. Alles, was man sich dabei sicher nicht wünscht, ist, gleichzeitig Gastgeberin des Bundesjugendtrainings zu sein, so gern man das auch sonst ist. Und dennoch: Wer es nicht gewusst hat, hat es nicht einmal gemerkt, unter welchem Hochdruck Ellen Beate stand. Großartig! Aber auch Dank an diejenigen, die Ellen bei ihrem Umzug den Rücken gestärkt haben, so dass sie nicht umgefallen ist, stellvertretend Alex, der uns nebenbei noch mit herrlichen Salaten verwöhnt hat.
Bei allen Mühen haben wir erlebt, wie sich wieder einmal eine herrliche Gemeinschaft gebildet hat, wie junge Menschen zusammengefunden haben - letzten Endes dank der Pferde -Islandpferdefreunde eben. Sagen wir einfach: Nächstes Jahr wieder.

Peter Adler


15. August, Materialbeurteilung Zweinig

fs1fs2 

Trotz regnerisch-kaltem Wetter waren einige Zuschauer zur alljährlichen Materialbeurteilung nach Zweinig gekommen.   Insgesamt wurden 5 Jungstuten (Ergebnisse), 8 Hengstfohlen und 9 Stutfohlen (Ergebnisse) bewertet.

A. Kühl


28. Juni, Tag der offenen Tür auf dem Hirtenhof Illsitz (Thüringen)

Als kleiner Islandpferdehof im Altenburger Land wollten wir mit unserem Programm etwas besonderes auf die Beine stellen. Dafür hatten wir wochenlang alle Programmpunkte genau geprobt, Musik geschnitten, gebaut, geputzt und organisiert. Rechtzeitig zum Tag der offenen Tür konnten wir die neue Scheune des Hofes einweihen und damit den Gästen einen überdachten Sitzplatz anbieten.
Zum Programmstart füllten dann viele Zuschauer die Bänke rings um den 
Reitplatz um zu schauen was an den Isländern so besonders sein sollte. Eröffnet wurde das Programm mit einem Einmarsch aller mitgestaltenden Reiter und Pferde, was ob der Farbenvielfalt schon zu kleinen Bewunderungsäußerungen führte.
Im Programm selbst sollte die Rasse der Islandpferde so vielseitig wie möglich gezeigt werden. Deshalb waren Elemente wie die Demonstration der Gänge mit fachkundigen Kommentaren, Dressur und Springen, eine Quadrille, Geschicklichkeitsparcours, Bodenarbeit, Freiheitsdressur und Zirkuslektionen, sowie das Heilpädagogische Reiten nicht weg zu denken.
Für viele Großpferde-Kenner aus den umliegenden Orten war es ein interessanter Nachmittag mit neuen Einblicken. Und so mancher Dressurreiter schmunzelte über den „Gangsalat“ und
das „Beingewurschtel“, das auf dem Reitplatz zu sehen war.
Vom Freizeit-Isi bis zum sportfähigen Temperamentsbündel war alles an Pferden dabei. Die Leistungsbreite der Isländer wurde sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern gut demonstriert. Auch das Heilpädagogische Reiten machte Eindruck wegen der Gelassenheit, mit der die Pferde ihre Aufgaben erfüllten.
Ein gelungener Einblick in gute Reiterausbildung, den Umgang und die Arbeit mit den Pferden, wie viele betonten! Und natürlich eine schönes Rasseportrait über den Allrounder „Islandpferd“.
Das Programm lief etwa 1,5 Stunden, anschließend strömten alle Gäste auf den Hirtenhof Illsitz um sich dort genau umzuschauen. Die Photowand in der neuen Scheune und das Video über Gangpferde waren dabei der Anlass für viele Fragen und Gespräche, so dass die Vereinsmitglieder des IPV Altenburger Land e.V. beständig Rede und Antwort standen.
Das gemütliche Beisammensein der bis zum späteren Abend gebliebenen Hof- und Vereinsmitglieder rundete auch für alle Gestressten den Tag ab. Wir freuen uns auf eine Wiederholung im Jahr 2009 – vielleicht schon in Kombination mit einem Hestadagar-Turnier und bedanken uns nochmals bei allen Aktiven und den vielen Menschen die im Hintergrund geholfen haben!

Ines Lantzsch


28. - 30. März, Messe „Jagen Fischen Reiten“ in Dresden 

Die erst 6 jährige Elli Berke auf unserem windfarbenen Islandhengst Pipar frá Sindrastadt faszinierte das Publikum auf der Messe „Jagen Fischen Reiten“ in Dresden. Sie war eine der „Magic Five“ vom Islandpferdegestüt „Haselhof“ auf den Pferden aus Feuer und Eis.
Zum 9. Mal präsentierten wir unsere Islandpferde auf dieser Messe, mit dem Ziel den „Bacillus Islandicus“ weiter in Sachsen zu verbreiten. Sandra Schulze, Gerlinde Müller, Pia Böhnke und Angie Storrer auf ihrem „Sternchen“ vervollständigten die „Magic Five“.
messe1An unserem Stand erregte das ISI – Quiz bei Jung und Alt großes Interesse. Für die 10. Messe, hoffentlich mit einer spannenden Gala, beginnt bereits das Brainstorming. Allen Helfern, besonderes Alexander Goertz, ohne deren Engagement ein solches Event gar nicht möglich wäre, ein ganz herzlicher Dank!
messe2

Ellen Beate & Angie Storrer

Nach oben

1 1 1 1